Was bedeutet Bearbeitungsgebühr?

Bei der Bearbeitungsgebühr handelte es sich um Gebühren, die die Banken beim Abschluss eines Kreditvertrages von den Kreditnehmern erhoben hatten. Teilweise wurden bis zu 3,5 Prozent von der Gesamtkreditsumme an Bearbeitungsgebühren erhoben. Begründet wurde dies, um den Verwaltungsaufwand einschließlich der Prüfung der Schufa abzudecken. Am 13. Mai 2014 hat der Bundesgerichtshof (BGH) diese Praxis für unzulässig erklärt. Als Begründung gaben die Richter an, dass die Prüfung der Bonität die Sache der Bank sei und nicht auf die Kreditnehmer abgewälzt werden dürfen. Desweiteren wurden entsprechende Klauseln in Kreditverträgen für unzulässig erklärt.

Aus diesem Urteil resultiert, dass bei einem Verbraucherkredit nur noch die Zinsen berechnet werden dürfen. Dazu zählen Ratenkredite, Autokredite und Immobilienkredite. Alle weiteren Kosten würden zum Nachteil der Verbraucher angesehen und dürfen nicht mehr berechnet werden. Trotzdem ist es ratsam, sich vor einer Unterzeichnung des Kreditvertrags diesen genau anzusehen. Manchmal werden die Bearbeitungsgebühren immer noch berechnet, obwohl dieses nicht mehr rechtskonform ist. Durch diese Bearbeitungsgebühren wurde ein Kredit verteuert, weil diese von der Gesamtkreditsumme berechnet wurden. An dieser Stelle soll aber auch darauf hingewiesen werden, dass bei einem Kredit über eine ausländische Bank sehr wohl Bearbeitungsgebühren berechnet werden. Die Banken mit Sitz im Ausland fallen nicht unter das Urteil vom BGH.

Noch mehr Informationen zum Begriffe Bearbeitungsgebühr finden Sie hier.