Was bedeutet Dispokredit?

Ein Dispokredit oder auch kurz Dispo genannt ist eine von der Bank eingeräumte Kreditlinie auf dem Girokonto. Der Betrag wird vorher festgelegt und ermöglicht es dem Kunden, Verfügungen auch über das Guthaben hinaus vorzunehmen. Genau genommen kann der Kunde im Rahmen dieser Kreditlinie über Geld verfügen, das er eigentlich gar nicht mehr auf dem Girokonto hat. So können Überweisungen getätigt oder Lastschriften eingezogen werden, obwohl das Guthaben bereits verbraucht ist. Die Höhe des Dispokredites ist Verhandlungssache zwischen dem Kontoinhaber und der Bank. Das durchschnittliche Limit entspricht maximal drei Monatsgehältern. Bei Neukunden reagieren die Banken mit mehr Vorsicht. In der Regel bekommt der neue Kunde erst nach drei Monaten einen kleinen Dispo von rund einem Monatsgehalt. Später kann dann der Dispokredit angehoben werden.

Die Zinsen für die Nutzung des Dispo sind sehr hoch. Obwohl die EZB schon längst Zinssenkungen vorgenommen hat, verlangen viele Banken teilweise Zinssätze von bis zu 15 Prozent. Vereinzelt gibt es aber auch Geldinstitute, die berechnen für die Nutzung des Dispo lediglich acht Prozent und weniger Zinsen. Es lohnt sich deshalb schon, hin und wieder die Zinsen von anderen Banken zu überprüfen und unter Umständen die Bank zu wechseln. Bevor ein Dispokredit eingeräumt wird, überprüft die Bank die Schufa des Kunden. Liegen bereits negative Einträge vor, wird ein Dispokredit in keinem Fall genehmigt. Unter diese Voraussetzungen kann der Kunde das Konto nur auf Guthabenbasis führen.

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