Was bedeutet Einkommensnachweis?

Eine Bank vergibt nur dann einen Kredit, wenn mit einem Einkommensnachweis belegt werden kann, dass der Kreditnehmer diesen auch zurückzahlen kann. Um dieses nachzuweisen, muss der Kreditnehmer der Bank Einkommensnachweise vorlegen. Wer in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis steht, muss die letzten drei Gehalts- oder Lohnbescheinigungen vorlegen. Bei einem Kredit über eine Direktbank kann es vorkommen, dass die Bank auch einen Arbeitsvertrag sehen möchte. Mitunter wird auch ein Blick auf die Kontoauszüge geworfen. Bei Selbstständigen und Freiberufler sieht das allerdings anders aus. Die Banken wollen die Verdienstnachweise der letzten drei Jahre sehen. Dazu zählen Einkommenssteuerbescheide, die Jahresabschlüsse, Gewinn- und Verlustrechnungen oder eine Einnahme-Überschuss-Rechnung. In manchen Fällen werden auch Bilanzen als Einkommensnachweise herangezogen.

Anhand dieser Unterlagen prüft die Bank, ob genug Geldmittel zur Verfügung stehen, um einen Kredit abzuzahlen. Anders sieht es bei Antragstellern aus, die sich bereits im Ruhestand befinden. In diesem Fall muss das Einkommen durch einen Rentenbescheid nachgewiesen werden. Außerdem spielt das Alter bei der Kreditvergabe auch eine Rolle. Sind alle Unterlagen vorhanden, überprüft die Bank den Kreditrahmen und wie hoch die monatliche Belastung im Höchstfall zur Rückzahlung des Kredites sein darf. Sozialleistungen gelten nicht als Einkommensnachweis. Wer Sozialleistungen in Form von Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe bezieht, bekommt von keiner Bank einen Kredit. Das liegt an den mangelnden Sicherheiten, denn Sozialleistungen können nicht gepfändet werden, sollte der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen.