Was bedeutet Verzugszinsen?

Wenn ein Kreditnehmer mit den monatlichen Ratenzahlungen in Rückstand gerät, dann berechnet die Bank Verzugszinsen. Bleiben also die Raten aus oder kommen verspätet, dann muss der Schuldner entsprechende Verzugszinsen bezahlen. Diese werden ab dem Zeitpunkt berechnet, an dem die Zahlung fällig war. Die Berechnung endet beim Bezahlen des Rückstandes. Die Höhe der Zinsen kann der Kunde aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der kreditgebenden Bank ersehen. Eine Maximalhöhe ist jedoch gesetzlich geregelt und darf nicht überschritten werden. Dadurch, dass die Zahlung später beim Kreditinstitut eintrifft, ist ein finanzieller Verlust entstanden. Um diesen aufzufangen, dürfen die Banken nicht nur den Zinsschaden berechnen. Es ist auch legitim, eine Aufwandsentschädigung in Rechnung zu stellen.

Der Gläubiger kann vom Schuldner nicht irgendeinen Betrag für den Verzug an Zinsen verlangen. Er muss sich an die gesetzlichen Richtlinien halten, die im BGB geregelt sind. Anzumerken ist, dass Privatpersonen einen niedrigeren Zinssatz an Verzugszinsen bezahlen, als Geschäftsleute. Der jährliche Zinssatz wird von der Deutschen Bundesbank ermittelt. Senkt die Europäische Zentralbank den Zinssatz, dann vermindert sich auch der Basiszins. Zweimal im Jahr wird der Basiszinssatz von der Deutschen Bundesbank überarbeitet und neu festgesetzt.